Schloss Wiligrad

Das Schloss Wiligrad wurde 1896 bis 1898 am Westufer des Schweriner Sees für Herzog Johann Albrecht und seiner Gemahlin Herzogin Elisabeth durch den Architekten Prof. Albrecht Haupt gebaut. Schloss Wiligrad gilt als jüngster Schlossbau in Mecklenburg und bezieht sich namentlich wie architektonisch auf die Tradition des Landes. Wiligrad (slawisch für "große Burg") hieß nämlich die Stammburg der Obotriten im heutigen Dorf Mecklenburg und der Johann-Albrecht-Stil gilt als "mecklenburgische Renaissance". Dieser Stil kennzeichnet sich vor allem durch den reichen Terrakottaschmuck. Repräsentative Vorbilder für Schloss Wiligrad waren die Schlösser in Gadebusch, Basedow, Freyenstein sowie der Fürstenhof zu Wismar.

Das Haupthaus wurde über einen Feldsteinsockel erbaut und ist durch Giebel, Türme, Erker, Balkone, einer Loggia und unterschiedlichen Dachaufbauten gekennzeichnet. Die weißen Wände, die eine Belebung der Fassaden bewirken, stehen dabei im klaren Kontrast zum reichen Baudekor.

Gleichzeitig zum Schlossbau wurden von 1896 bis 1903 auch die Friedrich-Franz-Promenade und ein 210 ha großer Schlosspark angelegt. Der gesamte Schlosskomplex kostete 5,32 Millionen Goldmark. Zum Schlosskomplex gehören Marstall, Gärtnerei, Bedienstetenhäuser, Waldhaus und Maschinenhaus. Ferner kennzeichneten das Schlossareal ein Hafen sowie Bahnstationen am Park. Da Gut Zickhusen und der Lübstorfer Ortsteil "Bahnhof Wiligrad" mit ihren Forstbetrieben sorgten für die wirtschaftliche und verwaltungstechnische Funktion des Schlossbezirkes.

Bis 1945 befand sich das Schloss im Besitz der großherzoglichen Familie ehe es im Mai 1945 als Hauptquartier der 15. Schottischen Division fungierte. Ab November 1945 fand dann die Übergabe Westmecklenburgs an die sowjetischen Alliierten statt. In der Folgezeit wurde Schloss Wiligrad als Typhuslazarett der Roten Armee genutzt. 1948 wurde die Landesparteischule der SED von Schloss Klein Trebbow nach Wiligrad verlegt. 1951 folgte die Zuordnung von Wiligrad zum Ministerium des Innern als Polizeischule. Nach Auflösung der Länder und Bildung der Bezirke erfolgte die Nutzung durch das Ministerium des Innern der DDR bzw. durch die Bezirksbehörde Schwerin der Deutschen Volkspolizei bis 1990. 1990 war Schloss Wiligrad dann erstmals der Öffentlichkeit zugänglich.

Heute sind das Landesamt für Bodendenkmalpflege Mecklenburg- Vorpommern und der Kunstverein Wiligrad e. v. Mieter und es finden ständig wechselnde Ausstellungen auf Schloss mit Arbeiten aus Malerei, Grafik, Kleinplastik, Keramik, Glas- und Schmuckkunst statt. Führungen durch Schloss Wiligrad sowie durch die jeweiligen Ausstellungen sind natürlich auch möglich und zwar täglich von 10 bis 17 Uhr.

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