Michelenburg - Wiege Mecklenburgs

Im 6. Jahrhundert wanderten zahlreiche slawische Stämme, verursacht durch die eigene Vertreibung aus ihrem Stammesland durch die Hunnen, in das fast durchgängig bewaldete Gebiet des heutigen Mecklenburgs ein, welches vorher von den Germanen (Langobarden, Sachsen) verlassen wurde. Im Westen des heutigen Mecklenburg-Vorpommern siedelten sich Obotriten, Lionen und Redarier an. Im Osten siedelten sich dagegen Lutizen, Pomoranen und auf Rügen die Ranen an.

So entstanden etwas 200 Burgwälle als Lebensmittelpunkt und Machtzentren der einzelnen Gemeinschaften, die heute noch sehenswerte touristische Ziele darstellen. Sie lebten vom Fischfang, Viehzucht, vom Handel mit skandinavischen Stämmen, vereinzelt vom Ackerbau und natürlich von der Jagd. In der ersten Hälfte des 7. Jahrhunderts wurde dann so eine Festungsanlage beim heutigen Dorf Mecklenburg vom Slawenstamm der Obotriten errichtet. Mit der Herausbildung des Deutschen Reiches begannen die Unterwerfung und die Christianisierung der Slawen, die aber 983 die Germanen im Lutizenaufstand zurückdrängen konnten. 995 besiegte Kaiser Otto III. die Obotriten dennoch und unterzeichnete auf deren Stammsitz nahe Wismar eine Urkunde, die den Namen "Michelenburg" enthielt.

Dorf Mecklenburg ist somit die Wiege von Mecklenburg, so dass 1995 das tausendjährige Bestehen gefeiert werden konnte. Die erste Erwähnung von "Michelenburg" fand aber schon 30 Jahre früher durch den arabischen Handelsreisenden Ibrahim ibn Jacub als "magnipoli" statt. In späteren mittelalterlichen Chroniken wird dann immer "Mikelenburg" geschrieben, wobei "mekel", "miklin" und "michel" Wörter für "groß" sind. Die im Laufe der Jahrhunderte verfallene Festungsanlage der Obotriten grub ab 1839 Friedrich Lisch, Historiker, Archivar und Leiter der großherzoglichen Altertümersammlung aus.

Heute ist noch deutlich der ehemals 12 m hohe Ringwall erkennbar. Eingebettet in eine bewaldete Landschaft und entlang des Wallensteingrabens kann man manchmal noch nachempfinden, wie sich das Leben hier vor über 1000 Jahren abgespielt hat. In Dorf Mecklenburg sind außerdem das Agrarmuseum und die Holländerwindmühle auf dem 43 m hohen Rugenberg sehr sehenswert. Wenn Sie sich über die Siedlungsgeschichte und die Lebensweise der Slawen informieren wollen, dann ist das archäologische Freilichtmuseum Groß Raden bei Sternberg immer ein Besuch wert.

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