Gangschaltung

Beim Fahrradkauf werden Sie immer wieder mit der Anzahl der Gänge konfrontiert und eine hohe Anzahl von Gängen ist für viele Fahrradhändler auch ein Verkaufsargument. Aber braucht man wirklich 24 oder sogar 27 Gänge, auch wenn man ein Fahrrad sportlich nutzen will? Die Anzahl der Gänge sollte auf alle Fälle nicht allein ausschlaggebend für Sie sein. Denn von den 27 Gängen sind einige Gänge identisch und es sind auch nicht alle theoretisch möglichen Kombinationen empfehlenswert, da der Verschleiß bei schräg laufender Kette enorm ist. Das gleiche Problem ergibt sich zwar auch bei Fahrrädern mit weniger Gängen, dennoch sollten Sie dies bei Ihrem Fahrradkauf beachten.

Sie sollten lieber auf den kleinsten und den größten möglichen Gang Wert legen, da sich dadurch die Möglichkeiten der Fahrweise entscheiden. Mit dem kleinsten Gang wird vorwiegend die Bergtauglichkeit bestimmt. Wenn Sie also in einem bergigen Gebiet wohnen oder Sie im Mittelgebirge öfters mit Ihrem Fahrrad Urlaub machen wollen, dann empfiehlt sich ein Fahrrad mit einer möglichst kleinen Übersetzung als kleinsten Gang. Die Übersetzung ist dabei der Ausdruck für das Verhältnis zwischen Kurbelumdrehung und Radumdrehung. Wenn Sie bspw. eine Umdrehung von 1 zu 1,5 wählen, dann dreht sich das Laufrad bei zwei Kurbelumdrehungen dreimal. Statt der Übersetzung wird auch häufig der Wert der Entfaltung angegeben. Die Entfaltung gibt an, wie viel Meter das Rad mit einer Kurbelumdrehung zurücklegt. Wenn Sie bspw. im kleinsten Gang einen Wert für die Entfaltung von 1,5 m haben, dann kommen Sie damit auch über das Hochgebirge.

Bei der Betrachtung der Gangschaltung müssen Sie neben der Anzahl der Gänge ebenso die Abstufung zwischen den einzelnen Gängen beachten, denn hier kann es enorme Unterschiede geben, die das Fahrgefühl beeinflussen. Die Abstufung der Gänge entscheidet vor allem über Ihre Kraftanstrengung und die Höhe der Durchschnittgeschwindigkeit, die Sie in der Lage sind zu fahren. Bei Fahrrädern, die sportlich oder für Fahrradreisen genutzt werden sollen, lohnt sich eine feine Abstufung zwischen den einzelnen Gängen, damit das Fahrrad auf allen Terrains optimal eingesetzt werden kann.

Es gibt insgesamt nur noch wenige Hersteller von Gangschaltungen, die qualitativ hochwertige Arbeit liefern. Im Einzelnen sind dies:

  • Campagnolo
  • Rohloff
  • Shimano
  • SRAM bzw. Sachs

Die Firma Campagnolo bietet hochwertige Kettenschaltungen mit bis zu 30 Gängen. Die Produkte von Campagnolo sind von besonders hochwertiger Qualität, so dass deren Produkte vor allem auch im Profiradsport eingesetzt werden.

Wenn Sie sich eher für eine Nabenschaltung entscheiden wollen, dann ist die Nabenschaltung mit 14 Gängen von Rohloff sehr gut geeignet. Sie ist im Gegensatz zu anderen Nabenschaltungen besonders für den sportlichen Gebrauch empfehlenswert, aber wegen ihrem geschlossenen System wartungsarm. Allerdings hat diese Qualität auch ihren Preis.

Bei Ihrer Kaufentscheidung müssen Sie dann einfach die Kosten für eine solche Qualitätsnabenschaltung und einer normalen Kettenschaltung, bei der der Verschleiß etwas höher ist, gegenüberstellen bzw. auch auf Ihre eigenen Erfordernisse Rücksicht nehmen. Manchmal ist es nämlich so, dass man mit bestimmten Gangschaltungen einfach nicht klarkommt und dann ist der Kauf von Fahrrädern mit normalen Kettenschaltungen immer noch am sichersten.

Shimano ist auf dem Gebiet der Gangschaltungen Marktführer und bietet eine enorme Produktvielfalt, so dass Sie eine große Auswahl hinsichtlich der Ganganzahl, der Schaltungsart und der Qualität haben. Sie profitieren dabei vom jahrzehntelangen Know-how von Shimano, so dass Sie sich sicher sein können, dass Sie ein ausgereiftes Produkt erhalten.

Auch SRAM bietet Ihnen Gangschaltungen in alle Qualitätsstufen und für jede Anwendung. Sie haben sogar die Möglichkeit DualDrive-Gangschaltungen zu kaufen, die Naben- und Kettenschaltung miteinander vereinen.

Der Verschleiß der Kette und der Ritzel ist bei den Herstellern Shimano und SRAM gleich, so dass es bei den Kosten für Ersatzteile keinen Unterschied gibt. Die Kettenschaltungen von Shimano sind am Anfang leichtgängiger als die von anderen Herstellern. Der Unterschied verringert sich aber mit zunehmender Benutzung.

Wenn Sie sich für eine Nabenschaltung mit Rücktrittsbremse entscheiden, dann sollten Sie beachten, dass die Bremswirkung vom Hersteller SRAM im niedrigsten Gang am stärksten und im höchsten Gang am geringsten ist. Wenn Sie einen niedrigen Gang gewählt haben, dann fahren Sie wahrscheinlich auch nicht so schnell und können die Bremswirkung besser dosieren. Aber auch im niedrigsten Gang bremsen Sie immer noch sicher. Bei den Nabenschaltungen von Shimano gibt es diese Unterschiede nicht.


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