Fahrradtour 9 - Von Wismar zur Rundtour auf die Insel Poel

Gesamtlänge mit Abstechern: 61 km
Reine Fahrtzeit ohne Pausen: 3,5 Stunden
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 16,2 km/h

Streckenverlauf: Wismar - Redentin Dorf - Hof Redentin - Groß Strömkendorf - Fährdorf - Malchow - Gollwitz - Schwarzer Busch - Kirchdorf - Timmendorf - Wangern - Hinterwangern - Weitendorf Hof - Brandenhusen - Weitendorf - Kirchdorf - Niendorf - Fährdorf - Groß Strömkendorf - Hof Redentin - Redentin Dorf - Wismar

Da es unterwegs jede Menge zu sehen gibt, haben wir viele Pausen zwischendurch gemacht, so dass man insgesamt gut 5 bis 6 Stunden einplanen sollte. Die Tour lässt sich wunderbar kombinieren mit einem Badetag an der Ostsee. Diese Tour ist sowohl bei schönem als auch bei mittelschlechtem Wetter zu empfehlen. Größtenteils wird auf asphaltierten Nebenstraßen, Fahrradwegen, aber auch gut befahrbaren Wald- und Feldwegen in die Landschaft geradelt.

Start ist wie immer an der St.-Nikolai-Kirche in Wismar. Von hier fahren wir in nordöstlicher Richtung über den Bahnübergang die Poeler Straße entlang bis zur großen Kreuzung. Leider ist der Fahrradweg hier nicht besonders gut. Die Kreuzung queren wir linkerhand und fahren nun auf dem Ostseefernradweg in Richtung Gewerbegebiet Haffeld. Links liegt das neue Holzwerk Hüttemann, rechts radeln wir an einer Gartenanlage vorbei. Die nächste Kreuzung im Gewerbegebiet müssen wir wieder queren und nun biegen wir rechts ab, so dass wir linkerhand die Holzabfälle von den Egger-Werken sehen. Jetzt nach 3,5 km steht auf einer kleinen Anhöhe eine kleine Aussichtsholzhütte, von welcher man einen sehr guten Überblick über das Gewerbegebiet Haffeld und die Hansestadt Wismar hat.

Kurz danach macht der Ostseefernradweg eine scharfe Linkskurve, in die wir einbiegen. Diese Strecke ist nicht nur bei Fahrradfahrern sehr beliebt, sondern man trifft ebenso auf Läufer und Skater. Jetzt geht es immer an der Ostsee entlang. Man riecht und sieht das Wasser. In der Ferne kreischen Möwen und das Betonschiff ist auch schon zu sehen. Wir erreichen jetzt den Ortsteil Fischkaten und fahren bis an das Ende der Seestraße. Lassen Sie sich durch das Sackgassenschild nicht beirren. Vorsicht: Am Ende stehen Bügel, da müssen wir vorbei. 20 m weiter überqueren wir die Straße, die nach Poel führt, um den Fahrradweg auf der anderen Seite zu benutzen. Wir fahren bis zum Ende des Fahrradweges, ca. 1,2 km und verlassen jetzt den Ostseefernradweg.

Obwohl dieser auf der Hauptstraße ausgezeichnet ist nach Groß Strömkendorf, bitte nicht nehmen, denn hier gibt es noch keinen Fahrradweg auf der stark befahrenen Straße. Wir biegen also rechts ab in Richtung Hof Redentin und fahren dort bis zum Gardinenweg vor. Hier stehen wieder Fahrradwegweiser. Wir fahren rechts ab in Richtung Groß Strömkendorf (Poel). Leider eine kurze Strecke Kopfsteinpflaster. 20 m hinter dem Ortsausgangsschild Hof Redentin führt links in Richtung Wald ein Feldweg rein. Nach weiteren 50 m gabelt sich dieser. Wir nehmen den linken Abzweig in Richtung Groß Strömkendorf.

8 km sind wir nun schon von Wismar entfernt. Wir fahren erst über einen Acker und dann in ein Waldstück, die Redentiner Tannen. Es duftet nach frisch geschnittenem Holz und nach Pilzen riecht es auch. Die Vögel zwitschern, die Luft ist klar und sauber. Bequem kann man auch auf den Holzstämmen Rast machen und einfach die Seele baumeln lassen. Die Ruhe der Natur tut ihr übriges dazu. In dieser Stimmung radeln wir weiter, bis wir bei 9,5 km wieder auf eine Weggabelung stoßen. Hier biegen wir links ab, immer noch in Richtung Groß Strömkendorf. Den Ort erreichen wir bei 10,8 km. Wir radeln an dem reetgedeckten Hotel "Schäfereck" vorbei und stoßen jetzt auf die Kreisstraße. Gleich hinter dem Hotel beginnt der sehr gut ausgebaute straßenbegleitende Fahrradweg, der uns sicher auf die Insel radeln lässt. Wir bekommen einen ersten Eindruck von der beeindruckenden Küstenlandschaft, während wir am Breitling - der Bucht zwischen Festland und Insel - an den Salzwiesen vorbeiradeln.

Der erste Ort auf der Insel, Fährdorf, ist nach 13,3 km erreicht. Hier endet leider auch der Fahrradweg. Es fehlt sowohl ein Fahrradweg nach Kirchdorf als auch einer in Richtung Gollwitz. Unsere Route führt uns zunächst über die wenig befahrene Teerstraße nach Malchow und Gollwitz. Immer mit herrlichem Blick über die Breitlinglandschaft. Malchow ist bekannt wegen seines Pflanzenzuchtbetriebes. Links der Straße gibt es viele Felder und Versuchsparzellen. Vorbei an Laborgebäuden und Gewächshäusern durchradeln wir den Ort Malchow. Einen Schaugarten der Hochschule Wismar gibt es hier auch. Wir verlassen den Ort und radeln weiter auf dieser Teerstraße nach Gollwitz, dem nordöstlichsten Ort auf der Insel Poel. Gollwitz erreichen wir nach 19 km. Von hier sind es nur wenige Minuten über einen mit Kopfweiden gesäumten Weg bis an die Ostsee. Hier machen wir eine kleine Pause und genießen den herrlichen Spätsommertag. Vor uns liegt die Vogelschutzinsel Langenwerder, die nur durch einen schmalen und kleinen Wasserstreifen von der Insel Poel getrennt ist. Vom Ufer aus ist die Vogelschutzinsel in gebührendem Abstand zu betrachten. Viele Sumpf- und Wasservogelarten brüten hier, überwintern oder machen Rast auf dem Zug in den wärmeren Süden. Am Besten, man hat ein Fernglas dabei.

Nach dieser kurzen Rast radeln wir etwa 50 m zurück. Vom Strand kommend biegt rechts ein wunderschöner naturbelassener Rad- und Wanderweg ab, der uns entlang der Steilküste zum Schwarzen Busch führt. Es geht durch herrlichen Küstenwald, der immer wieder den Blick auf das glitzernde Wasser freigibt. Die Bäume und Büsche spenden Schatten und sind gleichzeitig ein herrlicher Windschutz. Mehrere Bänke und Unterstellhütten laden hier zum Verweilen ein. Man sitzt direkt oberhalb der Steilküste und kann den herrlichen Blick auf die sich kräuselnde Ostsee genießen. Nach ca. 23 km erreichen wir den Schwarzen Busch, einen der beliebtesten Badestrände auf Poel. Linkerhand in Richtung Kirchdorf ist hier auch die Kap Arkona Gedenkstätte zu besichtigen.

Wir radeln jedoch die Strandstraße auf einem schönen ausgebauten Sandweg weiter in Richtung Timmendorf. Es geht immer direkt in Wassernähe, an den Bungalows und Ferienhäusern vorbei. Nach 800 m führt der Weg in einen Wiesenweg inmitten eines Schilfgürtels. Wir radeln jetzt auf dem Sandpfad des Naturlehrpfades Rethmoor, Feuchtwiese und Dünenlandschaft weiter. Nach weiteren 100 m ist erst mal Schieben angesagt, da uns der Dünensand zum Absitzen zwingt. Es sind aber nur etwa 200 m, die wir die Fahrräder schieben müssen. Wer ins Schwitzen gekommen ist, für den bietet sich ein Sprung in die Ostsee hier förmlich an. Denn es gibt überall wunderbare naturbelassene Badestellen.

Gleich hinter der Düne geht der Pfad weiter, der in einen Teerweg mündet. Nach 25,1 km erreichen wir eine Gabelung. Hier beginnt auch ein doppelspuriger Asphaltweg, der geradeaus nach Timmendorf (2,5 km) führt. Links führt der Weg nach Kirchdorf. Es steht hier zwar kein Wegweiser nach Kirchdorf, man kann aber sehr gut die Kirchturmspitze erkennen. Wir biegen also links auf den doppelspurigen asphaltierten Feldweg und radeln inmitten abgeernteter Felder nach Kirchdorf. Dabei geht der Blick weit ins Land und rückwärts schauend auf die Ostsee. Von der kleinen Anhöhe, dem Kikelberg, ist die Aussicht phantastisch. Der asphaltierte Feldweg mündet nach wenigen hundert Metern in einen Schotterweg. Wir erreichen Neuhof und von hier geht es auf einer Asphaltstraße nach Kirchdorf. Die Ausschilderung auf Poel ist sehr fahrradfreundlich und lobenswert, so dass ein Verfahren fast unmöglich ist. Kirchdorf erreichen wir nach 27 km, wo wir links auf die Dorfstraße abbiegen und zunächst zum Hafen herunterradeln. Hier ist immer etwas los: Fischkutter laufen ein, Segelyachten liegen vor Ort oder Fahrgastschiffe kommen. Von hier fahren auch die Fahrgastschiffe der Clermont Reederei nach Wismar. Fahrräder werden bei ausreichender Platzkapazität mitgenommen. Eine kleine Bootswerft gibt es im Hafen auch. In Kirchdorf sollte man sich außerdem die markante Backsteinkirche sowie die Reste der alten Wehranlage und das Heimatmuseum anschauen.

Nächstes Ziel ist Timmendorf. Wir radeln also linkerhand der Festung vorbei und verlassen Kirchdorf auf der Dorfstraße. Kurz vor dem Ortsausgang biegen wir rechts in einen gut ausgebauten Feldweg ein. Es kommt uns eine große Wandergruppe entgegen, die die Inseltour wohl zu Fuß absolviert haben. Von Kirchdorf nach Timmendorf sind es nur 3,5 km. Es geht vorbei an Wiesen sowie Feldern bis wir dann unten an der Hauptstraße herauskommen. Hier biegen wir rechts ab und sind nach wenigen Minuten am Timmendorfer Strand (32,8 km). Schon von weitem ist der imposante Leuchtturm zu sehen, der seit 1871 den Schiffen den Weg weist. Hier steht auch die Lotsenstation. Eine ausgedehnte Rast, ein Sprung in die Ostsee, oder eine kurze Wanderung entlang des Steilufers lohnen sich hier ganz besonders. Auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt.

Wir radeln danach zurück bis Timmendorf und biegen in der Linkskurve in die Teerstraße ein, die zunächst an der Pension Poeler Findling vorbeiführt. Diese Teerstraße führt nach Hinterwangern. Von hier hat man eine richtig gute Aussicht auf die Hansestadt Wismar und die Wismarbucht. Die Silhouetten der drei Kirchen sowie die Aker MTW sind deutlich zu erkennen. Genießen Sie die Natur, die hier noch ursprünglich ist. Weiter geht's über einen Feldweg nach Weitendorf Hof. Beim Transformatorenturm erreichen wir eine gut ausgebaute Nebenstraße, halten uns rechts und radeln in Richtung Ostsee weiter nach Brandenhusen (33 km). Zu dem Transformatorenturm kehren wir auf dem Rückweg wieder zurück. Hier in Brandenhusen liegt das ca. 100 Hektar große Naturschutzgebiet "Fauler See-Rustwerder". Das Naturschutzgebiet darf nicht betreten werden, da es als Vogelschutzgebiet idealer Brut- und Rastplatz vieler Wasservogelarten ist. In der Luft ist vielstimmiges Vogelgezwitscher tausender Vögel zu hören. Tauchen Sie ein in dieses Naturerlebnis, es lohnt sich.

Von Brandenhusen müssen wir wieder zurück nach Weitendorf Hof (42 km), biegen dann in Weitendorf, einem kleinen Fischerdörfchen rechts auf die Hauptstraße nach Kirchdorf ab. Die Hauptinselstraße ist nur einen Kilometer zu befahren. Vor uns immer die Kirchturmspitze und seitlich rechts der wunderbare Blick über die Kirchsee. Ab Ortsausgang Kirchdorf müssen wir leider wieder die Hauptstraße nehmen, die von der Insel führt. Diese 3,5 km über Niendorf bis Fährdorf sind der unangenehmste Teil unserer Tour, da ein Fahrradweg fehlt. Ab Fährdorf geht es dann wieder über die Salzwiesen zurück nach Strömkendorf. Ein wunderschöner Inseltag mit vielen Eindrücken liegt hinter uns. Ein letzter Stopp im "Schäfereck" bietet sich an, bevor es auf der gleichen Strecke über Redentin Hof und Redentin Dorf zurück nach Wismar (61km) geht.

Good Fahrradtour bis zum nächsten Mal und immer ausreichend Luft im Reifen.

Ihre Fahrradtrine

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