Fahrradtour 4 - Wismar von den Autobahnbrücken aus gesehen

Gesamtlänge mit Abstechern: 25 km
Reine Fahrtzeit ohne Pausen: 2,2 Stunden
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 13,7 km/h

Streckenverlauf: Wismar - Kluss - Karow - Dorf Mecklenburg - Rambow - Scharfstorf - Luttersdorf - Barnekow - Klein Woltersdorf - Wismar

Ausgangspunkt ist wie immer die St.-Nikolai-Kirche in Wismar. Wir radeln diesmal nicht in nördlicher Richtung, sondern südwestlich. Den Marktplatz lassen wir rechterhand, wir erahnen ihn nur und fahren die Diebstraße durch. Oben angekommen biegen wir rechts ab, radeln 20 m weiter und biegen dann halblinks in die Mecklenburger Straße ein. Diese radeln wir bis ans Ende runter und stoßen nun auf die Dr. Leber Straße. Wir biegen rechts ab und überqueren die Kreuzung in Richtung Schweriner Straße. Diese radeln wir auf einem gutem Radweg bis zur nächsten Kreuzung bei 1,4 km, Klusser Damm. Diese Kreuzung wird ebenfalls gequert und scharf links abgebogen.

Es sieht mächtig nach Gewitter aus, mal sehen, wie lange sich das Wetter noch hält. Regensachen sollte man immer dabei haben, so dass einem auch ein Unwetter nichts anhaben kann. Ich habe im Rücksack immer Regensachen dabei. Nach 2,7 km erreichen wir den Bahnübergang Kluss, den wir jedoch nicht überqueren. Wir biegen halbrechts ab in Richtung Gröningsgarten. Hier ist auch ein Fahrradschild angebracht und zwar befinden wir uns nun auf dem Elbe-Ostsee-Radfernradweg. Nach Dorf Mecklenburg sind es von hier 4 km und nach Schwerin 40 km. Nach Dorf Mecklenburg wollen wir hin, das ist erst mal unser Ziel, also fahren wir weiter. Mittlerweile donnert es doch schon ganz schön und ich hoffe, dass es unterwegs Unterstellmöglichkeiten gibt, um dem nahenden Unwetter zu entgehen. Wir radeln auf einem schönen und sehr breiten asphaltierten Wirtschaftsweg. Huch!!!! Soeben eine schwarze Schlange meinen Weg gequert. Sie war so etwa 30 cm lang und 4 cm dick. Ich glaube, wir haben uns beide erschrocken. Wir radeln immer an der Eisenbahnstrecke entlang. In der Ferne höre ich schon einen Zug kommen. Ja richtig, es ist der Regionalexpress aus Berlin, der hier alle zwei Stunden lang fährt.


Wir radeln immer geradeaus, bis wir den Viereggenhöfer Teich erreichen. Einige Angler versuchen hier Ihr Glück. Nach 3,9 km erreichen wir wieder ein Hinweisschild. Nach Dorf Mecklenburg sind es jetzt nur noch 2,8 km. Soeben hat noch eine kleine Schlange meinen Weg gekreuzt. Diese war aber wesentlich kleiner; bestimmt nur 20 cm lang und 2 cm Durchmesser. Ich glaube, es waren Blindschleichen. Das muss wohl am vielen Regen liegen, der in letzter Zeit hier gefallen ist und jetzt auch nicht mehr weit entfernt ist. Nach 4,4 km kommen wir an ein Vorfahrtsschild und sind jetzt kurz vor der ersten Autobahnbrücke. Wir halten uns rechts und fahren jetzt darüber. Zu sehen gibt es nicht viel. Nach 500 m gibt es wieder eine Gabelung. Da wir uns laut Karte aber immer dicht an den Bahnschienen halten sollen, biegen wir links ab in den Feldweg.

Die Geräusche von der Autobahn werden immer weniger und wir können nunmehr den Geräuschen in der Natur lauschen. Der Weg führt uns durch Rapsfelder, die ja bekanntlich im Mai richtig gelb blühen. Rechterhand radeln wir jetzt an einer kleinen Baumgruppe vorbei. Die Blätter bewegen sich im Wind und rufen ein kleines Säuseln hervor. Jetzt ist mal wieder eine kleine Steigung zu nehmen, die mich kräftig in die Pedale treten lässt. Uff - geschafft, ich bin oben, dank meiner Gangschaltung. Das neue Fahrrad von einem Online-Fahrradhändler hat sich mal wieder bezahlt gemacht.

Nach 6,3 km haben wir den Bahnhof von Dorf Mecklenburg erreicht. Wir biegen jetzt rechts ab und radeln 200 m weiter und biegen hier links ab zum Burgwall Michelenburg. Dorf Mecklenburg ist die Wiege Mecklenburgs und wurde im Jahre 995 erstmalig erwähnt. Hier befinden sich auch ein historischer Burgwall, eine alte Dorfschule sowie ein altes Pfarrhaus, welches 1767 errichtet wurde. Wir radeln also einmal kurz rum, ein Abstecher lohnt sich wirklich. Dann radeln wir immer noch die Bahnhofstraße entlang in Richtung Rambow. Leider gibt's hier keinen Fahrradweg, wir radeln deshalb auf dem Bürgersteig. Bei km 7,2 überqueren wir die B 106 und radeln weiter in Richtung Beidendorf auf dem Rambower Weg. Nach 100 m erreichen wir das Agrarmuseum Dorf Mecklenburg, welches man sich auf alle Fälle anschauen sollte. Es lohnt sich.

Pünktlich auf die Minute fängt es an, zu regnen. Und siehe da, ich habe eine sehr gute Unterstellmöglichkeit in der Blockhütte am Agrarmuseum gefunden. Kommt wie gerufen, hier hält man es aus. Ich warte also ab, bis der Regen vorbei ist und setze dann meine Tour fort. Ein Besuch des Agrarmuseums lohnt sich auf alle Fälle. Sie können eine alten Bienenwagen, alte Droschken und ein altes Düngerflugzeug bestaunen. Danach verlassen Dorf Mecklenburg und biegen bei 8,1 km links in den Fahrradweg ein. Wir radeln durch weite Felder und genießen die Natur. Rechts kann man nach Metelsdorf und geradeaus nach Rambow weiterradeln. Wir nehmen jedoch den Weg geradeaus auf dem straßenbegleitenden Fahrradweg. Da es nur eine Nebenstraße ist, kommt hier ganz wenig Fahrzeugverkehr durch. Es geht immer leicht bergan. Nach 9 km erreichen wir Rambow. Hier endet leider auch der Fahrradweg. Wir radeln 400 m durch das Dorf und erreichen eine Gabelung. Der Abzweig nach links würde uns nach Grapen Stieten führen und rechts führt ein Feldweg nach Metelsdorf. So haben es mir zumindest die Anwohner gesagt. Nach 50 m biegen wir zwischen den Häusern links ab auf einen Plattenweg in Richtung Scharfstorf. Wir radeln an einer Pferdekoppel vorbei.

Scharfstorf erreichen wir nach 10,9 km und kommen rechterhand an einer alten zerfallenen Holzscheune vorbei. Wir radeln geradeaus weiter bis zur Hauptstraße B 208, die wir nach 11,8 km queren. Wie schon in meinem Bericht in der Tour 3 erwähnt, kann man hier bei schlechtem Wetter oder bei Unpässlichleiten abkürzen und direkt nach Wismar radeln. Empfehlenswert ist es jedoch nicht, sondern nur als Notlösung gedacht. Nach Wismar sind es von hier 8 km.

Wir queren also die B 106 und radeln weiter geradeaus in Richtung Luttersdorf. Bei 12,7 km kann man geradeaus in den Wald hineinfahren und wenn man links abbiegt, kann man in Richtung Beidendorf weiterradeln. Da ich hier aber schon mal falsch gefahren bin, biege ich geradeaus in den Waldweg ab, obwohl dieser mir gar nicht geheuer aussieht. Doch ich sollte mich täuschen. In der Ferne ist schon die Autobahn zu hören. Wenn ich rechts runterschaue, habe ich die grandiose Silhouette von Wismar vor mir. Nach 14 km erreiche ich die nächste Autobahnbrücke. Rechts geht es ab zum Autobahnparklatz Mölenberg und unter mir befindet sich ein kleiner Teich. In der Ferne rechts von mir erkenne ich die Windkraftanlagen. Nach 400 m endet die Asphaltstraße und führt in einen befestigten Feldweg. Vor mir hoppelt ein Feldhase, der aber ganz schnell im Feld verschwindet, vielleicht aus Angst. In der Ferne ist aus dem Wäldchen der Ruf eines Kuckucks zu hören.

Ich werde jetzt mal ein bisschen schneller zutreten, denn der Wind frischt ganz schön auf und kühl ist es auch geworden. Es dauert bestimmt nicht mehr lange, bis es anfängt, zu regnen. Bei 15 km macht der Sandweg einen scharfen Rechtsknick und es geht weiter abwärts. Links kann man vielleicht am Waldesrand auch quer über die Wiese langradeln und dann in Krönkenhagen rauskommen, aber sicher bin ich nicht. Wir halten uns jedoch rechts. Jetzt wird's richtig kalt. Das Wetter schlägt an der Küste genauso schnell um wie im Gebirge. Man sollte auf alle Fälle immer Wechselsachen und Regensachen mithaben.

Bei km 15,4 komme ich genau dort raus, wo ich Montag verkehrt gefahren bin. Ich fahre jetzt nicht geradeaus, sondern biege scharf links ab, bergab in Richtung Barnekow. Den Geradeaustrip sollte man jedoch nicht versäumen, da man hier zur nächsten Autobahnbrücke mit herrlichem Blick auf Wismar kommt. Jetzt hat mich doch der Regen erwischt. Da meine Regensachen im Rucksack gut verstaut sind und ich ihn auf dem Rücken trage, trotze ich dem Regen und radle die nächsten 300 m zügig bergab, bis ich an der Barnekower Bauernstube rauskomme. Ich studiere noch die Speisekarte, sehr preiswert, Würzfleisch 2,60 Euro und Brathering mit Bratkartoffeln 5,10 Euro. Leider hat sie geschlossen. In der Ferne braut sich ein Gewitter zusammen, die ersten Donnerschläge sind schon zu hören. Ich beschließe jetzt also doch bis zur Bushaltestelle runterzuradeln und mich dort im Bushäuschen unterzustellen. Die Idee war auch sehr vernünftig, denn jetzt entlädt sich der Himmel und öffnet seine Schleusen. Die nächsten 20 Minuten soll es auch so weitergehen. Ich überlege also, ob ich nach dem Regenguss wie geplant über Gägelow weiterradeln soll oder die Abkürzung direkt nach Wismar nehme. Es sind knappe 5 km bis dorthin.

Da der Himmel schon heller wird, entscheide ich mich für die längere Tour Richtung Gägelow. Wir biegen also auf die Hauptstraße nach links ab, radeln ca. 400 m und biegen hier rechts ein in Richtung Stofferstorf und Gägelow. Nach weiteren 1,5 km biegen wir rechts ab in Richtung Klein Woltersdorf und kommen an einem Windkraftfeld vorbei. Hier gehen linkerhand mehrere kleine Stichwege ab, so dass man sich ein Windkraftrad direkt aus unmittelbarer Nähe anschauen kann. Wir kommen an einer kleinen Pferdekoppel vorbei und radeln weiter in Richtung Klein Woltersdorf. Den Ort erreichen wir bei ca. 20,5 km, durchradeln diesen und nehmen den Abzweig nach rechts.

Bis Wismar ist es jetzt nur noch ein Katzensprung. Wir fahren bis zur Hauptstraße vor und biegen hier nach links ab. In wenigen Minuten haben wir das Ortseingangsschild von Wismar erreicht und radeln auf einem straßenbegleitenden Fahrradweg in die Stadt zurück. Den Wismarer Marktplatz erreichen wir nach etwa insgesamt 25 gefahrenen Kilometern.

Good Fahrradtour bis zum nächsten Mal und immer ausreichend Luft im Reifen.

Ihre Fahrradtrine

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