Fahrradtour 3 - Geschichte und Kunst

Gesamtlänge mit Abstechern: ca. 50 km bei Rückkehr über die B 208, sonst ca. 60 km
Reine Fahrtzeit ohne Pausen: 3,2 Stunden
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 15,1 km/h

Streckenverlauf: Wismar - Hoben - Fliemstorf - Zierow - Proseken - Weitendorf - Alt Jassewitz - Manderow - Hoikendorf - Everstorf - Barendorf - Meierstorf - Tressow - Beidendorf - Wismar

Ausgangspunkt ist wie immer die St.-Nikolai-Kirche in Wismar. Von hier fahren wir in nordwestlicher Richtung in Richtung Hafen. Dort biegen wir in die Schiffbauerpromenade ein, halten uns immer rechts und fahren in Richtung Schiffbauhalle der Aker MTW bis zum Stoppschild. Wir überqueren die Straße und nehmen den kleinen Asphaltweg, der neben dem Baumarkt seitlich rechts nach 100 m auf den schwarzen Weg stößt. Hier biegen wir rechts ab und fahren ca. 500 m bergan. Nach 2,7 km erreichen wir ein Schild, welches uns auf den Ostseeradweg in Richtung Lübeck und Zierow hinweist. Den nehmen wir und biegen rechts in die Gartenanlage ein.

Nach weiteren 1.300 Metern erreichen wir die "Busschleife" in Wendorf. Hier biegen wir rechterhand zur Seebrücke ab, welche immer einen Abstecher wert ist. Vor uns liegt das Meer, blau und klar. In der Ferne ist die Insel Poel zu erkennen. Über meinem Kopf kreischen die Möwen. Ich denke nur, hoffentlich lässt keine im Flug was fallen. Und so ein Mist im wahrsten Sinne des Wortes, es hat mir eine auf die Jacke geschi… Nun ist erst mal putzen angesagt. Von der Seebrücke hat man einen herrlichen Blick auf Wismar. Wir radeln jetzt immer an der Ostsee entlang, die vielleicht bei wärmeren Temperaturen zu einem Bad einlädt. Nach 5,7 km haben wir das Fischerdörfchen Hoben mit seinen reetgedeckten Häusern erreicht. Wir nehmen den etwas steilen Anstieg durchs Dorf und fahren geradeaus weiter auf einer sehr guten Asphaltstraße. Die Sicht auf die Ostsee und Wismar könnte nicht besser sein. Dieser Streckenabschnitt ist auch sehr beliebt bei Skatern und Joggern. Nach 7,5 km haben wir Fliemsdorf erreicht. Mehrere Bänke und Fahrradständer laden zu einer kurzen Pause ein. Linkerhand aus dem kleinen Dorfteich erschallt das Quaken der Frösche, einer lauter , als der andere. Wie ich genießen sie den herrlichen Sonnentag. Rechts neben den Bänken führt ein kleiner Stichweg hinunter zur Ostsee. Wer baden mag, ganz in Natura sollte hier mal kurz runterradeln. Romantische Stellen, gibt es dort überall. Doch nun wieder zurück.

Sicherlich haben Sie sich gewundert über die Zeichen und km-Angaben auf dem Asphalt. Wie schon erwähnt, ist diese Strecke auch bei Läufern und Skatern sehr beliebt und Austragungsstrecke mehrerer Laufwettbewerbe.

Bei ca. 7,9 km erreichen wir Zierow. Wir fahren bis an das Vorfahrtsschild vor und radeln jetzt nicht geradeaus, wie bei der Ostseetour 2nach Boltenhagen und Hinterland, sondern biegen links auf die Hauptstraße ein. Auf dieser radeln wir ca. 100 m weiter und biegen hier wieder rechts ab. Vor uns liegt die Hauswirtschaftsschule. Wir radeln weiter auf einer wenig befahrenen Hauptsstraße bis zum Dörfchen Wisch, welches wir nach 9,9 km erreichen. Nach weiteren 600 m erreichen wir Gägelow und müssen die viel befahrene Straße zur Ostsee queren. Da es hier keinen Fahrradweg gibt, nehmen wir den Fußgängerweg links und biegen rechts ab, den Berg hinunter bis zur Kirche. Diese 600 m bergab aber immer schön vorsichtig fahren, von vorne können auch Fußgänger und Fahrradfahrer kommen.

Am Gasthof "Klaus Störtebecker" biegen wir links an der Dorfkirche Proseken vorbei ab. Ein Besuch lohnt sich immer. Sie wurde 1240 als einschiffiger, zweijochiger Backsteinbau erbaut. Offene Kirche zu den Sommermonaten ist immer von 10 bis 12 und 14 bis 16 Uhr. Habe hier auch 20 Minuten "Besinnungspause" eingelegt. Danach fahren wir die neue asphaltierte Dorfstraße bis Weitendorf (12,5 km) weiter. Links und rechts weite Felder mit Raps und anderem Getreide. Die Vögel zwitschern, wir sind eins mit der Natur und weitab vom Straßenlärm. Kein Auto und keine Straßenbahn sind hier zu hören, nur die Geräusche der Natur. Einfach herrlich und entspannend.

Wir radeln geradeaus weiter durch Weitendorf. Rechterhand liegt nun die Dorfkapelle, ebenfalls ein Backsteinbau. Kurz hinter der Kapelle Weitendorf beginnt der Kunstweg, der wohl einmalig in Norddeutschland sein dürfte. Hier reihen sich zahlreiche Kunstobjekte entlang des Weges in Verbindung mit der Natur, die vor allem aus Holz und Stahl gefertigt sind. Hinschauen lohnt sich. Am Ende des Kunstweges biegen wir nach links ab. Leider ist dort kein Hinweisschild angebracht, bin selbst falsch gefahren. Wenn man rechts fährt, kommt man in Neu Jassewitz und an der vielbefahrenen Hauptstraße zum Wohlenberger Wieck raus.

Also links beim letzten Kunstobjekt (bei ca. 13,9 km) weiterradeln, da sich der Weg hier gabelt. Leider geht´s auf Kopfsteinpflaster weiter. Ich merke das aber nicht so, da mein Fahrrad mit gefederter Sattelstütze und Federgabel ausgestattet ist. Die Neuanschaffung meines Fahrrads bei einem Händler im Internet hat sich bezahlt gemacht. Auch sonst bin ich von meinem neuen Fahrrad total begeistert. Nachdem sich mein Sohn dort auch ein Crossbike gekauft hat, wollte ich es auch wissen, ob der Internethandel wirklich so gut ist. Ich bin nicht enttäuscht worden. So jetzt aber weiter mit der Tour. Hab mich mal wieder zu Nebensächlichkeiten hinreißen lassen.

In Alt Jassewitz kommen wir linkerhand an einem sehr schönen Spielplatz mit mehreren Bänken vorbei. Rechts geht s ab nach Manderow (1 km). Wir verweilen jedoch zu einer kurzen Trinkpause auf der Bank und hören dem Zwitschern der Vögel zu. Nach 10 Minuten Rast geht es weiter in Richtung Manderow. Wir radeln durch das Dorf, aber nicht bis ins Tal hinunter, sondern wir biegen bei km 16 scharf nach links an einigen Häusern und am Löschwasserteich vorbei ab.

Jetzt radeln wir einen Feldweg entlang, inmitten unendlicher Felder, immer dem Wald entgegen. Nun kommt eine leichte Steigung, die für einen Flachländler doch ziemlich anstrengend sein kann. Bei 17,4 km oben angekommen, steht ein schöner Hochsitz. Der Blick geht weit ins Land. Jetzt radeln wir immer am Waldrand weiter an mehreren Holzansammlungen vorbei. In der Ferne habe ich tatsächlich Kraniche entdeckt, die ich aber nur an Ihrem Gekreische erkannt habe.

Jetzt kommt noch ein Anstieg, der es in sich hat. Kaputt von der ersten Steigung und 400 Wochenfahrradkilometer in den Knochen, entscheide ich mich zum Absteigen und Schieben, gemäß dem Motto: Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt. Obwohl die Anstiegsstrecke nur 500 m sind, bin ich froh, oben zu sein. Von hier hat man einen spektakulären Blick in das weite Land und in der Ferne auf die Ostsee. Die Mühen haben sich gelohnt. Eine Schutzhütte steht auch in der Nähe. Diese benötigen wir zurzeit aber nicht, so dass wir geradeaus an den Baumstämmen vorbei radeln.

Nach 18,9 km erreichen wir eine asphaltierte Weggabelung. Geradeaus geht es zu der Nordgruppe Großsteingräber, links geht ein Feldweg nach Jameln, und rechts eine Straße nach Hoikendorf (0,4 km). Diese nehmen wir und erreichen den Ort bei 19,3 km. Wir fahren nicht die Hauptstraße am Backsteingebäude weiter - hier würden wir nach Wahrstorf kommen - sondern biegen links in den Feldweg nach Everstorf (2,3 km). Hier erreichen wir nach 21,6 km den neuen Rad- und Wanderweg, welcher 1992 erbaut wurde, direkt durch den Wald. Seien Sie nicht enttäuscht von der Qualität. Es ist eben ein Waldweg, der aber gut durch Feldsteine gekennzeichnet ist.

Im Wald ist es dunkel und unheimlich still. Ich trete kräftig zu, damit ich schneller durch bin. Da endlich, die Lichtung ist nach 22,3 km erreicht und einen Rastplatz gibt es hier auch. Wir biegen links ab und fahren den Berg hinunter. Unten angekommen, biegen wir wieder links ab und radeln nun am Waldesrand. Neben uns ziehen weite Felder an uns vorbei, aus denen es verdächtig quiekt. In der Ferne glaube ich, zwei Hasen zu sehen, doch bei näherer Betrachtung entpuppt sich das Ganze als Waschbärenfamilie, die mich böse anfaucht und im Getreidefeld verschwindet. Keine Panik, die Waschbären sind harmlos. Ich habe sie wohl beim Futtern gestört. Wir radeln geradeaus weiter und stoßen nun auf das Forsthaus und etwas weiter auf die Kunstkate (23,3 km).

Weiter geht's auf einer asphaltierten Dorfstraße, die wir bis zur Kreuzung bei 24,1 km weiterradeln. Hier biegen wir links ab in Richtung Hoikendorf. Jetzt müssten wir eigentlich auf die Hügelgräber und Großsteingräber stoßen. Am Funkturm biegen wir rechts ab in Richtung Barendorf, einem kleinen Dorf, welches wir nach 26,4 km erreichen. Wir radeln weiterhin geradeaus und queren bei 27,9 km die Hauptstraße nach Wismar und Grevesmühlen, also Vorsicht!!! Dort machen wir einen Abstecher zu den Hünengräber. Wir nehmen nicht den ersten Waldweg, sondern radeln ca. 100 m in den Wald hinein und biegen dann in den 2. Waldweg von der Hauptstraße aus gesehen links ein.

Nach weiteren zwei geradelten Kilometern kommt eine Schranke, die wir umfahren. Wir radeln rechts den schönen breiten Forstweg weiter in Richtung Meierstorf. Das Dörfchen erreichen wir nach 30,6 km. An der Kreuzung biegen wir nach links ab. Geradeaus würde der Weg zum Schloss Plüschow führen (6,2 km).

Wie gesagt, wir biegen links auf die sehr gute Dorfstraße mit wenig Verkehr ab und radeln so entspannt bis zum Schloss Tressow, welches wir nach 33,7 km erreichen. Weiter geht's nach Beidendorf über die Autobahnbrücke. Leider braut sich was am Himmel zusammen, so dass ich beschließe, die Tour nicht über Rambow und Dorf Mecklenburg in Richtung Wismar weiterzuführen, sondern die viel befahrene Hauptstraße B 208 zu nehmen. Mit Spitzengeschwindigkeit von 34 km/h brause ich Wismar entgegen, um ja nicht nass und vom Unwetter überrascht zu werden. Nach Wismar sind es noch 10 km. Wobei ich 6 km auf der Hauptstraße fahren muss. Ab Metelsdorf gibt es einen Fahrradweg. Ich muss aber sagen, dass die Autofahrer sehr rücksichtsvoll waren, vielleicht, weil sie einer Frau "im besten Mittelalter" dieses Tempo gar nicht zugetraut haben. Trockenen Fußes habe ich dann nach 46,5 km das Stadtzentrum von Wismar erreicht.

Good Fahrradtour bis zum nächsten Mal und immer ausreichend Luft im Reifen.

Ihre Fahrradtrine

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