Fahrradtour 2 - Ostseefernradweg bis Boltenhagen und Hinterland

Gesamtlänge mit Abstechern: ca. 70 km
Reine Fahrtzeit ohne Pausen: 4 Stunden
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 15,8 km/h

Streckenverlauf: Wismar - Zierow - Beckerwitz - Oberhof - Tarnewitz - Boltenhagen - Klütz - Stellshagen - Damshagen - Großenhof - Thorsdorf - Bössow - Walmsdorf - Manderow - Weitendorf - Gägelow - Wismar

Da wir aber viele Pausen zwischendurch gemacht haben, sollte man gut 5 bis 6 Stunden einplanen, denn es gibt jede Menge zu sehen. Diese Tour ist besonders bei schönem Wetter zu empfehlen. Größtenteils wird auf asphaltierten Nebenstraßen, Fahrradwegen, aber auch gut befahrbaren Wald- und Feldwegen in die Landschaft geradelt. Es wehte eine steife Briese, die uns kräftig ins Gesicht blies. Auf dieser Hinterlandtour kamen wie an alten Schlössern und Herrenhäusern vorbei. Nun aber los, damit Sie sich ein Bild machen können.

Ausgangspunkt ist wie immer die St.-Nikolai-Kirche in Wismar. Von hier fahren wir in nordwestlicher Richtung in Richtung Hafen. Dort angekommen biegen wir in die Schiffbauerpromenade ein, halten uns immer rechts und fahren dann in Richtung Schiffbauhalle der Aker MTW bis zum Stoppschild. Wir überqueren die Straße und nehmen den kleinen Asphaltweg, der vor dem Baumarkt seitlich zum Schwarzen Weg führt. Diesen fahren wir ca. 500 m bergan. Nach 2,7 km erreichen wir ein Schild, welches uns auf den Ostseeradweg hinweist in Richtung Lübeck und Zierow. Den nehmen wir, so dass wir rechts in die Gartenanlage abbiegen.

Nach weiteren 1.300 m erreichen wir die Busschleife in Wendorf. Hier biegen wir rechterhand zur Seebrücke ab, welche immer einen Abstecher wert ist. Vor uns liegt das Meer, blau und klar. In der Ferne ist die Insel Poel zu erkennen. Über meinem Kopf kreischen die Möwen. Ich denke nur, hoffentlich lässt keine im Flug etwas fallen. Und so ein Mist - im wahrsten Sinne des Wortes - es hat mir eine auf die Jacke geschi… Nun ist erst mal putzen angesagt. Von der Seebrücke hat man einen herrlichen Blick auf Wismar. Die Silhouette wird geprägt durch die atemberaubenden Kirchen.

Wir radeln jetzt immer an der Ostsee entlang, die bei wärmeren Temperaturen zu einem Bad einlädt. Nach 5,7 km haben wir das Fischerdörfchen Hoben, welches noch ein Stadtteil von Wismar ist, mit seinen reetgedeckten Häusern erreicht. Wir nehmen den etwas steilen Anstieg durchs Dorf und fahren geradeaus weiter auf einer sehr guten Asphaltstraße. Die Sicht auf die Ostsee und Wismar könnte nicht besser sein. Dieser Streckenabschnitt ist auch sehr beliebt bei Skatern und Joggern. Nach 7,5 km haben wir Fliemsdorf erreicht. Mehrere Bänke und Fahrradständer laden zu einer kurzen Pause ein. Linkerhand aus dem kleinen Dorfteich erschallt das Quaken der Frösche; einer lauter als der andere. Wie ich genießen sie den herrlichen Sonnentag. Rechts neben den Bänken führt ein kleiner Stichweg hinunter zur Ostsee. Wer baden mag, ganz in Natura sollte hier mal kurz runterradeln. Romantische Stellen, gibt es dort überall. Doch nun wieder zurück.

Sicherlich haben Sie sich gewundert über die Zeichen und Kilometerangaben auf dem Asphalt. Wie schon erwähnt, ist diese Strecke auch bei Läufern und Skatern sehr beliebt und Austragungsstrecke mehrerer Laufwettbewerbe.

Bei 8,3 km erreichen wir Zierow. Wir radeln bis zum Vorfahrtsschild und fahren geradeaus weiter. Nach 300 m erreichen wir wieder eine Straßengabelung. Rechts geht es direkt zur Ostsee hinunter und zum Badestrand. Auch mehrere Gaststätten sind hier zu finden, so den Zierower Hof mit seiner Reitsportanlage. Wir biegen jedoch nicht rechts ab, sondern radeln geradeaus auf fester Teerstraße durch Felder und Wälder weiter. Nach 10,1 km passieren wir Eggerstorf. Die nächsten 800 m geht es immer leicht bergan bis zum nächsten Wegweiser, der uns anzeigt, dass es links nach Proseken und rechts nach Beckerwitz geht. Hier gibt es auch eine gemütliche Unterstellhütte sowie Tische und Bänke in der freien Natur. Eine große Karte gibt Auskunft über den Ostseefernradweg.

Wir radeln rechts weiter und es geht immer noch bergan. Oben auf dem Remelberg angekommen, sehen wir vor uns schon die Ostsee. Der Blick geht weit ins Land. Weite Felder soweit das das Auge blickt. Wir haben heute eine phantastische Sicht. Das ist aber meistens so nach einem Gewittertag. Jetzt geht's bergab und wir müssen aufpassen, nicht zu schnell bis zur Hauptstraße in Beckerwitz vorzuradeln. Rechterhand befindet sich die "Bauernstube". Wir biegen links bei 12,6 km auf die Hauptstraße ab. Neben uns befindet sich noch eine Gaststätte "Zur Ostsee". Für das leibliche Wohl wäre also bestens gesorgt. Wir radeln 200 m vor auf der Hauptstraße entlang bis wir das nächste Schild entdecken. Auf dem Ostseefernradweg geht es rechts abknickend weiter in Richtung Wohlenberger Wieck.

Nach 13,9 km biegen wir links ab in Richtung Jugendherberge, die wir nach 100 m erreichen. Sie liegt sehr idyllisch und ist allgemein bei Radlern sehr beliebt, vom ADFC als Bett & Bike empfohlen. Nach 15,5 km erreichen wir ein Stoppschild. Absolute Vorsicht ist hier geboten, denn jetzt kommt der unangenehme Teil der Radtour: der leider unvermeidbare Lückenschluss auf die Hauptstraße zum Wohlenberger Wieck. Besonders in den Sommerferien und bei schönem Wetter ist diese Straße stark befahren. Wir fügen uns also in das manchmal unvermeidliche Schicksal eines jeden Fahrradfahrers und radeln rechts auf der Straße in Richtung Ostsee.

Auf dem letzten Parkplatz nach ca. 18,3 km duftet es schon verführerisch nach Räucherfisch. Ein kleiner Fischimbiss kann hier auch zu sich genommen werden. Schmeckt sehr gut. Gut gestärkt kann man nun auch einen kleinen Abstecher zum Fähranleger machen. Schiffsverkehr gibt es hier jedoch nicht mehr, dafür kann man sehr weit auf die Ostsee rausschauen, den Wellen und den Möwen lauschen. Einfach am Klützer Eiscafe bis zur Schranke vorradeln, diese seitlich passieren und nach 10 m rechts einbiegen. Hinter dem Fähranleger gibt es auch sehr gute Bademöglichkeiten, weil hier das Wasser etwas tiefer ist.

Wir kehren zur Hauptstraße zurück und erreichen nun nach einer kleinen Steigung bei 19,4 km den Ort Wohlenberg. Linkerhand befindet sich ein sehr fahrradfreundliches Feriendorf. Dementsprechend waren die Außenplätze auf der Terrasse auch alle von Radlern belegt. Wir radeln geradeaus weiter bis zum Hinweisschild Oberhof. Wir biegen jedoch nicht links ab, sondern radeln noch ca. 400 m weiter. Nach 20,3 km lassen wir die vielbefahrene Hauptstraße hinter uns und biegen rechts ein auf den R 3, Richtung Boltenhagen. Ein Schild sagt uns, dass es nur noch 7 km sind bis dorthin.

Weiter geht's auf einem gut zu befahrenen Sandweg. Aufgrund des sehr schönen Wetters kommen mir viele Fahrradfahrer entgegen, die die Tour in entgegengesetzter Richtung machen. Wir tauschen unsere Erfahrungen aus, meckern über die schlechte Ausschilderung und wünschen eine schöne Weiterfahrt. Ein kräftiger Nordostwind bläst uns mächtig ins Gesicht. Wir radeln an Hecken und Büschen vorbei und sind so einigermaßen geschützt. Links geht der Blick über saftige Wiesen bis zum Horizont, wo sich die Bäume im Wind biegen. Wir erreichen das Tarnewitzer Camp bei 21,4 km.

Nach 22 km gabelt sich der Weg. Man kann rechts den kleinen Pfad runterradeln oder geradeaus den Sandweg. Da ich mir nicht sicher bin, warte ich auf die vier Radler, die mir entgegenkommen. Sie sagen uns, dass der Pfad rechts ab richtig und der originale Ostseefernradweg ist. Also radele ich auch da lang, obwohl der andere Weg viel besser aussieht. Nach ca. 100 m kommen wir an einer kleinen überdachten Unterstellmöglichkeit mit Sitzmöglichkeiten vorbei. Es ist dort Platz für gut 12 bis 15 Leute. Nach einer kleinen Anhöhe erreichen wir nach 22,9 km einen kleinen Hochsitz. Von hier hat man eine grandiose Aussicht auf die Wohlenberger Wieck und Wismarbucht. Der Himmel ist strahlend blau und kleine weiße Wattewölckchen ziehen westwärts.

Ab hier radeln wir bergab bis in die Ortschaft Tarnewitz und kommen an der Gaststätte "Zum Klausner" vorbei. Nun biegen wir rechts auf die Hauptstraße ein. Nach 50 m gabelt sich die Straße. Wir fahren nicht rechts die Straße runter, sondern leicht links am Hotel Wendenburg vorbei. Nach ca. 30 m biegen wir dann links auf den Fahrradweg an der Tarnewitzer Chaussee ab. Wir nehmen also nicht die Sackgasse Tarnewitzer Huk, die rechts langführt.

Links radeln wir jetzt an der Sanitas Ostseeklinik Boltenhagen vorbei. Nach 26,3 km erreichen wir die Strandpromenade von Boltenhagen. Hier gibt es jetzt mehrere Möglichkeiten. Nehmen Sie sich ruhig zwei Stunden Zeit, den Ort zu erkunden, oder genießen Sie ein Bad in der Ostsee, dort, wo die Ostsee und der Strand am schönsten sind. Für mich ist in Boltenhagen noch lange nicht Schluss, denn jetzt wird auf der weitaus reizvolleren Hinterlandtour nach Wismar zurück geradelt. Wir fahren ganz durch Boltenhagen durch, immer an der Strandpromenade entlang in Richtung Redewisch. Kurz vor der Steilküste und hinter dem letzten Parkplatz mit einer Fischräucherei geht es links ab in Richtung Klütz. Die Hinweisschilder stehen ganz versteckt in einem Busch. Nur nach längerem Suchen habe ich sie entdeckt. R 3 und 4 führt links rum (4 km), R 4 zum Priwall führt rechts rum (27 km) und Großklützhoved 2km.

Wir biegen jedoch links ab in Richtung Klütz. Nach 32,1 km geht es rechts zum Ostseefernradweg Richtung Steinbeck. Wir halten uns jedoch geradeaus und entdecken nach wenigen Metern eine bewirtschaftete Bauernscheune. Die Außenplätze sind alle belegt, also schaue ich kurz rein und bin begeistert. Neben dem liebevollen Bauernmarkt gibt es ländliche Produkte und frisch gebackenen Kuchen. Den muss ich mal probieren. Mmmmmm lecker. Gestärkt radeln wir weiter und erreichen nach 900 m den Gutshof Redewisch, der zu einem Hotel und Gaststätte ausgebaut wurde. Weiter führt der Weg über eine sehr schöne feste Sandstraße inmitten einer Baumallee. Nach weiteren 5 geradelten Kilometern entdecke ich am Horizont die Klützer Holländerwindmühle.

Wir radeln weiter geradeaus und kommen am Landhaus "Klützer Eck" vorbei. Hier biegen wir links in die Rudolf-Breitscheid-Straße ein, radeln ca. 50 m weiter. Bei 36 km biegen wir rechts ab in Richtung Schloss Bohtmer. Nach weiteren 600 m biegen wir in die Sund hinter dem Sportplatz rechts in die Lindenallee ein, die Sie zum Schloss Bothmer führt, der größten ländlichen Barockschloss-Anlage Norddeutschlands. Wir radeln den Weg unter der Baumallee am Schloss entlang. Nach 37,5 km gabelt sich der Weg. Rechts geht es nach Apshagen (0,8 km) und links nach Stellshagen (2,6 km). Dort wollen wir hin.

Ein schmaler fester Sandweg durch Wiesen und Wälder führt uns dorthin. Zunächst müssen wir jedoch eine kleine Steigung bewältigen, die mich doch dazu zwingt, aus dem Sattel zu steigen. Pustend oben angekommen, ist der Rastplatz gerade richtig. Der Fülle des Papierkorbes nach zu urteilen, haben hier schon viele Radler Rast gemacht. Kurze Trinkpause ist angesagt, dann geht's weiter. Der Blick geht weit ins Land. Alles ist grün und leicht gelb durch das reifende Korn. Neben mir eine Pferdekoppel, auf der zwei Pferde weiden und verstohlen zu mir rüberschauen. Zucker habe ich leider nicht in der Tasche.

Nach wenigen Metern erreichen wir bei 40,1 km das Gutshaus Stellshagen, welches jetzt ein Bio-Hotel und Restaurant beinhaltet. Die Lage und Ruhe sind hier phantastisch. Sie sollten unbedingt einen Abstecher über den Fußweg machen. Den Blick, den Sie dann genießen können, vergessen Sie nicht. Wir kehren also die 100 m zurück bis zum Postkasten. Hier steht auch der Wegweiser nach Damshagen (2 km).

Nach 41,1 km kommen wir an eine Kreuzung. Geradeaus geht's nach Boltenhagen und Grevesmühlen, rechts nach Roggendorf. Wir radeln geradeaus. Leider kommt jetzt wiederum ein unvermeidlicher Lückenschluss auf einer Hauptstraße, der aber schnell zu bewältigen ist. Nach 1 km erreichen wir Damshagen, welches wir durchfahren und biegen dann rechts ab in Richtung Grevesmühlen. Nach 200 m erreichen wir ein Schild, welches darauf hinweist, dass es nach Großenhof noch 4 km sind. Wir biegen hier links in eine wenig befahrenen Straße ab. Die Straße fährt sich wunderbar. Ich konnte die höchsten Gänge ausprobieren bei meinem neuen Fahrrad. Der Kauf meines Fahrrads bei einem Online-Fahrradhandel hat sich heute mal wieder bezahlt gemacht; keine lästigen Rückenschmerzen. Auch sonst bin ich von meinem neuen Fahrrad total begeistert, obwohl ich anfangs auch erst sehr skeptisch war.

Nach 45,2 km erreichen wir Großenhof. Leider sind hier 500 m Kopfsteinpflaster zu fahren. An der Bushaltestelle biegen wir rechts ab in Richtung Grevesmühlen/Warnow und radeln weiter auf einer sehr guten und wenig befahrenen Asphaltstraße. Nach weiteren 1,2 km erreichen wir Bössow und Thorsdorf. Von hier gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen kann man nach Groß Walmsdorf weiterradeln und zum anderen in Richtung Warnow. Wir radeln weiter geradeaus bis Warnow und erreichen den Ort bei 52,5 km. Rechterhand ist schon der Santower See zu sehen. Wir fahren bis an die Hauptstraße heran und biegen links ab Richtung Hohen Wieschendorf. Von hier sind es dorthin 9 km.

Nach 56,3 km erreichen wir Groß Wahlmstorf. Nach einem Kilometer sind wir auf einer kleinen Anhöhe angekommen und wir können miterleben, wie sich der Himmel langsam rot durch die nun schon untergehende Sonne färbt. Bergab radeln wir mit hoher Geschwindigkeit weiter nach Hohenkirchen und erreichen den Ort bei 59,6 km. Wir radeln bis Gramkow (Achtung an der Kreuzung!) und weiter bis Beckerwitz, biegen an der Gaststätte jetzt rechts ein und radeln wie auf der Hinfahrt früh zurück. Es gibt aber auch noch eine andere : Wie biegen am Remelberg nicht links ab, sondern radeln weiter bis Proseken sowie Gägelow und von dort auf einem sehr guten straßenbegleitendem Radweg nach Wismar. Bei ca. 71,3 km endet diese Tour.

Good Fahrradtour bis zum nächsten Mal und immer ausreichend Luft im Reifen.

Ihre Fahrradtrine

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